©J.Damase/CRT Centre Val de Loire - Staatsdomäne von Chambord ©P.Bousseaud/CRT Centre Val de Loire - Staatsdomäne von Chambord ©C.Mouton/CRT Centre Val de Loire - Staatsdomäne von Chambord ©L.Deserres/CRT Centre Val de Loire - Staatsdomäne von Chambord ©JS.Mutschler/CRT Centre Val de Loire - Staatsdomäne von Chambord ©JS.Mutschler/CRT Centre Val de Loire - Staatsdomäne von Chambord ©P.Bousseaud/CRT Centre Val de Loire - Staatsdomäne von Chambord
STAATSDOMANE VON CHAMBORD
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Chambord, Juwel im Loiretal

Das Schloss von Chambord, jener symbolträchtige Palast der französischen Renaissance, erhebt sich aus den Sümpfen der Sologne und zeugt, umgeben von wildreichen Wäldern, vom Einfluss seines Herrn. Chambord entsteht auf Anregung von Franz I., dem König von Frankreich, der von seinen Feldzügen in Italien zahlreiche Künstler mitbringt – darunter auch Leonardo da Vinci. Niemand weiß, wer der Architekt von Chambord ist, doch der Erbauer scheint sich von Skizzen des großen italienischen Meistern Ideen geholt zu haben, wie etwa die berühmte Treppe im Doppelhelix.
Das Schloss von Chambord gilt als Wunder der Renaissance und stellt zugleich den Beginn der französischen Renaissance dar, einer gelungenen Mischung aus italienischen Prinzipien und französischen Traditionen. Die Proportionen von Chambord sind perfekt und verleihen dem Schloss eine majestätische Ausstrahlung und eine Harmonie zwischen Größe und Details.

Über die Treppe von Leonardo gelangen Sie nach oben. Vom Bergfried aus können Sie die ganze fantasievolle Pracht der Dächer mit ihren Türmchen, Rauchfängen und schwindelerregenden Dachluken entdecken und genießen zugleich einen einmaligen Blick über die Domäne, deren Größe mit jener von Paris vergleichbar ist.

Eine königliche Residenz

Chambord wurde nicht als dauerhafte Residenz erbaut, sondern als Jagdschloss. Franz I. zog sich gern hierher zurück, um seiner Leidenschaft für die Jagd nachzugehen, die in jener Zeit dem Adel vorbehalten war. Er hielt sich nur sehr selten im Schloss auf und ließ es bei seiner Abreise stets ohne Möbel oder Bedienstete zurück. Schlussendlich blieb es unvollständig… Im Lauf der Jahrhunderte hielten sich andere bedeutende Persönlichkeiten und Könige Frankreichs auf und verschönerten das Schloss, wie etwa der berühmte Sonnenkönig Ludwig XIV.

Höhepunkte des Schlosses:
Audiovisueller Saal (Präsentationsfilm), Doppelhelix-Treppe, Gemächer von Franz I. und Ludwig XIV, die gemeißelten Gewölbegänge im 2. Stock, die Terrassen, die französischen Gärten, die Kapelle, die Küchen aus dem 18. Jahrhundert.

Chambord im Lauf der Jahrhunderte

1498: Thronbesteigung durch Ludwig XII, die Ländereien von Chambord gelangen in den Besitz der Krone. 1519: Beginn der Bauarbeiten am Schloss auf Wunsch von Franz I. 1535: Abschluss der Arbeiten am Bergfried und Beginn der Bauarbeiten an den unteren Flügeln. 1539: Franz I. empfängt den römisch-deutschen Kaiser Karl V. auf Chambord. 1547: Tod von Franz I. Fortsetzung der Bauarbeiten durch Henri II., der zur Jagd dorthin kommt und den Vertrag der drei Bischöfe unterzeichnet.
1641 – 1660: Ludwig XIII. vertraut Chambord als Apanage seinem Bruder Gaston d’Orléans an, der dort häufig wohnt.
1660 – 1685: Ludwig XIV. hält sich neun Mal in Chambord auf, insgesamt etwa hundert Tage lang. Sein letzter Aufenthalt findet von 6. September bis 28. Oktober 1685 statt. Der französische Schriftsteller Molière schreibt "Bourgois gentilhomme" und "Monsieur de Pourceaugnac" und organisiert die Uraufführung im Schloss. 1680 – 1685: Baustelle der Architekten J. Hardouin Mansart und d’Obray zur Vollendung des Schlosses.
1725 – 1733: Stanislas Leczcinski, König von Polen im Exil und Schwiegervater von Ludwig XV. lebt in Chambord.
1809: Napoléon übergibt die Domäne an Maréchal Berthier. Er wird Fürst von Wagram. Berthier kommt nur zweimal nach Chambord und stirbt 1815. 1819: Die Witwe von Maréchal Berthier erhält von Ludwig XVIII die Erlaubnis, die Domäne zu verkaufen.
1821: Chambord wird dem Herzog von Bordeaux, dem kleinen Sohn von König Karl X. und zukünftigen Grafen von Chambord, in einer nationalen Zeichnung geschenkt. 1840: Eintragung in die erste Liste historischer Monumente durch Prosper de Mérimée. 1871: Am 5. Juli entschließt sich der Graf von Chambord, sein Manifest zu publizieren, indem er es ablehnt, als Henri V. zu regieren. 1883: Tod des Grafen von Chambord. Die Domäne geht an seine Neffen aus der Familie der Bourbonen von Parma.
1914: Zwangsverwaltung durch den Staat ab 14. September. 1930: Erwerb durch den Staat und Führung durch die öffentliche Hand. 1947: Der Staat überträgt die Führung von Chambord an verschiedene administrative Organisationen (Finanzen, Architektur, Wasser & Wälder, Straßen) – Klassifizierung als nationales Jagdreservat.
1947: Am 8. Dezember ernennt Präsident Pompidou einen Kommissar für die Planung der Staatsdomäne von Chambord unter dessen Autorität die Instandhaltung und die Führung der Domäne von Chambord fallen. 1981: Eintragung ins UNESCO-Welterbe. 1997: Eintragung der gesamten Domäne nach dem Gesetz von 1913 in die Liste der historischen Monumente. 2005: Das Gesetz zur Dezentralisierung ländlicher Gebiete übergibt die Führung der Staatsdomäne an eine öffentliche Organisation (EPIC = établissement public à caractère industriel et commercial).

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