©Château du Clos Lucé - Schloss Clos Lucé-Leonardo da Vinci Park ©C.Mouton/CRT Centre Val de Loire - Schloss Clos Lucé-Leonardo da Vinci Park ©Château du Clos Lucé -  Schloss Clos Lucé-Leonardo da Vinci Park ©Château du Clos Lucé - Schloss Clos Lucé-Leonardo da Vinci Park ©C.Mouton/CRT Centre Val de Loire - Schloss Clos Lucé-Leonardo da Vinci Park ©Château du Clos Lucé - Schloss Clos Lucé-Leonardo da Vinci Park ©Château du Clos Lucé - Schloss Clos Lucé-Leonardo da Vinci Park
Schloss Clos Lucé
Schloss Clos Lucé
Schloss Clos Lucé
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Schloss Clos Lucé
Schloss Clos Lucé

Auf Einladung von König Franz I. verließ Leonardo da Vinci Italien und ließ sich im Schloss Clos Lucé nieder, wo er die letzten drei Jahre seines Lebens verbrachte.

Der französische König ließ Leonardo eine große Ehre zukommen, indem er ihn zum „ersten Maler, Architekten und Baumeister“ ernannte. Er stellte ihm das Anwesen zur Verfügung sowie eine stattliche Pension von etwa 1.000 Goldflorin (damalige Währung Frankreichs) pro Jahr und genoss beinahe täglich das persönliche Gespräch mit ihm. Abgesichert durch die Zuwendungen des Königs und dessen Schwester Marguerite von Navarra, stand es Leonardo frei, zu träumen, nachzudenken und zu arbeiten.

Leonardo da Vinci arbeitete an zahlreichen Projekten für den König und organisierte fabelhafte Feste für den Königshof. Er inspirierte die Mode und die Philosophen um ihn herum. Am 2. Mai 1519 starb Leonardo. Es wird erzählt, dass er auf seinem Totenbett geweint habe und gemeint habe, er habe den Schöpfer und die Menschen dieser Welt verletzt, da er nicht wie vereinbart an seiner Kunst gearbeitet habe. Francesco Melzi, der bevorzugte Schüler von Leonardo, schrieb hingegen in seinem Brief an Leonardos Brüder vom 15. Juni 1519: „Er verließ das irdische Leben, mit allen kirchlichen Sakramenten versehen.“

Die Besichtigung beginnt mit dem Aufstieg auf den Wachturm, von wo aus man ins Innere des Anwesens gelangt.

Das Zimmer von Leonardo da Vinci

Mit dem Kamin, der mit den Wappen Frankreichs dekoriert ist, dem Renaissance-Bett, den geheimen italienischen Kabinette…
Vom Fenster seines Zimmers aus bewunderte Leonardo da Vinci gern das Königsschloss seines Freundes Franz I.

Die lebendigen Ateliers von Leonardo da Vinci

Leonardo blieb während seiner französischen Periode sehr aktiv, was die zahlreichen Zeichnungen und Skizzen unter Beweis stellen, die er in Amboise anfertigte. Der Meister notiert als erstes Datum in Frankreich auf all seinen Papieren den Tag von Christi Himmelfahrt in Amboise, Mai 1517.
In seiner Werkstatt für Malerei, Bildhauerei und Zeichnungen, präsentierte sich Leonardo als Maler des Königs und des Hofes und verlieh seinen mitgebrachten Werken den letzten Schliff, darunter auch das Gemälde von Johannes dem Täufer, das heute im Louvre ausgestellt ist.
Als Baumeister und Architekt arbeitete er unermüdlich an mehreren Großprojekten zur Stadtplanung, die vom König in Auftrag gegeben wurden, darunter das Bauprojekt eines gewaltigen und prächtigen Königspalastes und einer neuen Stadt in Romorantin.

Der große Renaissance-Saal

In diesem Empfangssaal begrüßte Leonardo da Vinci seine berühmten Besucher. Das Dekor mit den Wandteppichen und Objekten der Renaissance (Koffer, Büste von Franz I.) ist dem 15. Jahrhundert nachempfunden…

Die Küche von Leonardo da Vinci

Das Herzstück der Küche, des Reiches der Köchin Mathurine, bildet der bis heute intakte hohe Steinkamin. Hier sind runde Messingteller ausgestellt, die mit Szenen des Alten Testaments verziert wurden, eine „Caquetoir“ (ein Sessel, der für Gespräche benutzt wurde) und Wandteppiche aus dem 15. und 16. Jahrhundert.

Untergeschoss : vier Säle mit einzigartigen Modell-Sammlungen des Clos Lucé

Wenn Sie die Treppe hinabsteigen, begegnen Sie dem Erfinder Leonardo da Vinci. Die vier Räume zeigen die Erfindungen des Meisters. Unter den 40 genialen Maschinen, die nach Originalplänen von Leonardo da Vinci angefertigt wurden, finden sich etwa die erste Drehbrücke, der erste Panzer, das erste Automobil, ein Schaufelboot, eine Flugmaschine (der Urvater der Flugzeuge), ein Helikopter und ein Fallschirm…

Ein Ort, eine Geschichte

Das Herrenhaus von Cloux, genannt Schloss Clos Lucé, wurde 1471 auf Grundmauern aus dem 12. Jahrhundert von Estienne le Loup errichtet, dem Baumeister von König Ludwig XI. Das Herrenhaus ist rund um einen achteckigen Turm angelegt, in dessen Innerem sich eine Wendeltreppe befindet. Umgeben wird dieser von zwei zueinander rechtwinkelig angelegten, zweistöckigen Gebäuden. Die elegante Fassade aus Back- und Tuffstein trägt die Handschrift der Baukunst des 15. Jahrhunderts. Clos Lucé wurde von Karl VIII. 1490 erworben und diente 200 Jahre lang als königliches Anwesen. Louise von Savoyen zog hier ihre beiden Kinder groß: den späteren König Franz I. und seine Schwester Marguerite von Navarra.